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Türkischer Tee – Geschichte & empfehlenswerte Teesorten

Der Anbau von Tee ist in der Türkei einige Jahre nach dem ersten Weltkrieg begonnen worden. Es war für die junge türkische Republik eine Zeit die mit vielen Entbehrungen und fortlaufenden Kriegen einherging. Dadurch erklärt sich auch die Stellung des Tees in der heutigen Türkei. Es ist ein Produkt, dass aus einer Zeit stammt, an deren Ende ein Aufbruch und Zukunft stand. Damit ist er zum Nationalgetränk der Türken geworden.

Das liegt aber auch an der intensiven Bewerbung des Tees durch die damalige Regierung unter Mustafa Kemal Atatürk. Es ging darum einen Ersatz für den Türkischen Kaffee (Mokka) zu finden. Die Kaffeeplantagen lagen im osmanischen Reich im Jemen. Sie sind nach dem 1. Weltkrieg verloren gegangen. Deswegen ist der Teeanbau massiv vom türkischen Staat gefördert worden.

Teekultur

Natürlich ist Tee schon vor dem Anbau eigener Teesorten in der Schwarzmeerprovinz Rize getrunken worden. Er wurde von Karawanen entlang der Tee- und Seidenstraße aus China in das Osmanische Reiche gebracht.

Der türkische Tee der in Rize angebaut wird ist ein Schwarztee. Er wird ähnlich wie in einem russischen Samowar zubereitet. Verwendet wird dafür ein einfacheres Gerät, der Caydanlik. Er besteht meist aus einem stählernen Wasserkessel (Caydanlik) ohne Deckel. Darauf gestellt wird eine Teekanne (Demlik). Sie schließt den Kessel ab. In sie werden die Teeblätter hinein gegeben und aufgebrüht.

Getrunken wird der Tee in der Türkei ausschließlich aus kleinen Teegläsern. Sie haben die Form einer Tulpe. Durch sie kann erst die charakteristische rötliche Farbe des türkischen Tees erkennen. In der Türkei wird sie „taysan kani“ genannt. Was so viel wie Kanichenblut bedeutet.

Teesorten

Zur Zubereitung deines Tees auf türkische Art solltest du immer Tee aus der Türkei verwenden. Es würde ersatzweise zwar auch ein Tee aus Georgien gehen, den genau selben Geschmack und die Färbung wirst du dadurch aber nicht erhalten. Du kannst auch einen türkischen Apfeltee verwenden. Dabei handelt es sich aber um einen Früchtetee. Tees aus Indien, China oder Cylon (Sri Lanka) sollte vermieden werden. Sie enthalten zu viele Tannine.

Die bekannteste Firma von dem der Tee vertrieben wird ist das türkische Staatsunternehmen Caykur.

Zusammenfassend

In der Türkei trinken gefühlt 99% der Haushalte regelmäßig Tee. Damit liegt das Land im pro Kopf Verbrauch weltweit unter den Spitzenplätzen. Das Tee trinken wird immer noch durch Staatsbetriebe wie Caykur gefördert. Es ist eines der wenigen Unternehmen geblieben das nicht privatisiert worden ist. Nicht einmal die Energieversorgung ist in der Türkei noch im Besitz der öffentlichen Hand.

Die Tees von Caykur können natürlich auch in Deutschland bestellt werden*.

Für die Zubereitung eines Türkischen Tee (Cay) wird ein Caydanlik verwendet. Ich habe darüber schon einen eigenen Artikel verfasst. Darin werden die wichtigsten Fragen zu seiner Verwendung beantwortet.


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